MassivKreativPodcast   /     MK67: Rolf Kellner - Architekt, Kommunikator, Netzwerker für werteorientierte Stadtentwicklung

Description

Was braucht eine lebenswerte Stadt? Der Hamburger Stadtplaner und Architekt Rolf Kellner sieht sich mit seinem Planungsbüro überNormalNull (üNN) als Stadt-Reparaturbetrieb, der Fehlentwicklungen in Stadtquartieren aufdecken und heilen will. Ich habe mit ihm über interessante Stadtentwicklungsprojekte in Hamburg gesprochen und mit welche Methoden er und seine Kolleg:innen vor allem bei Beteiligungsvorhaben vorgehen.

Subtitle
Interview mit Rolf Kellner, Architekt und Stadtplaner im Büro überNormalNull in Hamburg
Duration
3334
Publishing date
2022-02-28 19:24
Link
https://massivkreativpodcast.podigee.io/68-mk67-rolf-kellner-architekt-kommunikator-netzwerker-fur-werteorientierte-stadtentwicklung
Contributors
  Rolf Kellner final
author  
Enclosures
https://main.podigee-cdn.net/media/podcast_851_massivkreativpdcst_episode_679864_mk67_rolf_kellner_architekt_kommunikator_netzwerker_fur_werteorientierte_stadtent.mp3?v=1646076343&source=feed
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Shownotes

Interview mit Rolf Kellner, Architekt und Stadtplaner im Büro überNormalNull in Hamburg

Vielfalt und Mix: In welcher Stadt wollen wir leben? Dazu gibt es viel zu sagen – im Hinblick auf bezahlbaren Wohnraum und eine ästhetisch ansprechende Häuserstruktur, auf nachhaltige Energie- und Mobilitätskonzepte, kurze Wege zu den wichtigsten Orten durch ein Nebeneinander bzw. eine gute Durchmischung von Arbeiten, Wohnen und Freizeit. Wichtig ist den meisten auch Natur und Parks, ein lebendiges Umfeld, nette Nachbarn. Die Frage nach der lebenswerten Stadt lässt sich auf vielfältige Weise beantworten. Manchmal hilft die Kopfstandmethode, um herauszufinden, was wir uns wirklich wünschen. Also anders gefragt: Was stört uns in einer Stadt? „Monofunktionale Strukturen“ – sagt Rolf Kellner, Orte, an denen man entweder nur arbeitet oder nur wohnt und schläft oder nur Shoppen geht. Schon vor Corona sei Stadtentwicklern klar gewesen, dass einiges in unseren Städten in Schielflage geraten sei. Die Folge: In den Großstädten gesichtslose Innenstädte mit den ewig gleichen Marken und Ketten. Vielerorts fehle es an konsumfreien Zonen, in denen Menschen Sinnstiftung durch Horizonterweiterung erleben. Hier könnte einiges ausprobiert werden, etwa durch temporäre Popupzonen und mobile Aktionen von Künstler:innen, wie bei der Kampagne „Altstadt neu denken“, entwickelt von der zivilgesellschaftlichen Initiative "Altstadt für alle" in Hamburg. Verschiedene Akteur:innen sind daran beteiligt, maßgeblich die „Patriotische Gesellschaft von 1765“ (zur Beförderung der Künste und nützlichen Gewerbe), die Evangelische Akademie der Nordkirche - insbesondere mit der Gemeinde der Hauptkirche Sankt Katharinen, die Gruppe „Hamburg entfesseln“, Rolfs Kellners Büro üNN und weitere Akteur:innen. Mit Kulturprogrammen, Kunstwerken und geführten Führungen wurden alle Hamburger:innen zum kreativen Ideenaustausch eingeladen zu überlegen, wie die Stadt der Zukunft aussehen und sich anfühlen soll. Mit Sofas, Sitzmöbeln und einer beleuchteten Bar wurde auch die richtige Atmosphäre zur Ideenfindung geschaffen.