Cosmic Latte   /     CL028 Botschaften von Aliens und das RĂ€tsel des Wow-Signals

Description

Die Episode ĂŒber Botschaften aus dem All, dem Wow-Signal und welche Rolle die Radioastronomie dabei spielt, Signale von Aliens zu empfangen. Ihr könnt uns gerne unterstĂŒtzen und zwar bei [Steady](https://steadyhq.com/de/cosmiclatte/), [Patreon] (https://patreon.com/CosmiclattePodcast), [Paypal](https://paypal.me/cosmiclattepod)!

Subtitle
Die Episode ĂŒber Botschaften aus dem All und das Wow-Signal
Duration
2515
Publishing date
2024-03-07 06:00
Link
https://cosmiclatte.podigee.io/28-cl028-das-ratsel-des-wow-signals-und-botschaften-von-aliens
Contributors
  Eva Pech, Jana Steuer
author  
Enclosures
https://audio.podigee-cdn.net/1390608-m-7022b9152a56fc54e020eb6a8968f3dd.mp3?source=feed
audio/mpeg

Shownotes

Die Episode ĂŒber Botschaften aus dem All und das Wow-Signal

CL028 - Das RĂ€tsel des Wow-Signals und Botschaften von Aliens

Die Episode ĂŒber Botschaften aus dem All, dem Wow-Signal und welche Rolle die Radioastronomie dabei spielt, Signale von Aliens zu empfangen.

Einleitung

In dieser Episode dreht sich alles um Signale aus dem All.

Denn dieses Mal ist Cosmic Latte eine Kooperation mit Netflix Deutschland zum Start der neuen Miniserie "Das Signal" eingegangen.

In "Das Signal" empfĂ€ngt die Astronautin Paula auf der ISS ein Signal aus den Tiefen des Weltalls, verschwindet allerdings nach ihrer RĂŒckkehr auf die Erde. Ihr Mann (Florian David Fitz) und ihre Tochter entdecken jedoch Hinweise von ihr, die sie zu ihrer sensationellen Entdeckung fĂŒhren sollen.

Eva und Jana haben sich die Serie schon vorab angesehen und sprechen in dieser Episode daher ĂŒber ein echtes Signal aus dem Weltall, das in den 1970er Jahren empfangen und dessen Ursprung bis heute nicht geklĂ€rt wurde, das Wow-Signal.

Das Wow-Signal

Es heißt tatsĂ€chlich so, weil der Entdecker des Signals, der Radioastronom Jerry R. Ehman, auf dem Papierausdruck neben den Daten "WOW!" notierte. Das tat er, weil das, was er da in den Daten gefunden hatte, wirklich wow war. Er abeitete am „Big Ear“-Radioteleskop der Ohio State University, das am 15. August 1977 ein Ă€ußerst bemerkenswertes Signal aufzeichnete. Es suchte im Rahmen des Seti-Projekts nach Signalen von außerirdischen Zivilisationen.

Der erste Blick auf die Aufzeichnung ist allerdings wenig spektakulÀr: ein Haufen 1er, ein paar 2er und 3er und in der zweiten Spalte eine Zeichenfolge: 6EQUJ5

Um diese kryptische Zeichenfolge zu verstehen, muss man die Radioastronomie verstehen.

Exkurs: Radioastronomie

Radioastronomie konzentriert sich auf die Erfassung und Analyse von Radiowellen aus dem Weltraum. Dieser Zweig der Astronomie verwendet Radioteleskope, die entweder einzeln oder als Teil eines Arrays betrieben werden können, um Daten zu sammeln. Techniken wie die Very Long Baseline Interferometry (VLBI) ermöglichen es, Bilder mit hoher Auflösung zu erhalten, indem Daten von mehreren weit voneinander entfernten Teleskopen kombiniert werden.

Ein herausragendes Ergebnis dieser Methode ist das erste Bild eines Schwarzen Lochs im Zentrum der Galaxie M87, erzeugt durch ein globales, virtuelles Netzwerk an Teleskopen von der GrĂ¶ĂŸe der gesamten Erde (acht Radioteleskope haben 2017 auf der ganzen Welt (u.a. auf Grönland, Antarktis, Hawaii, Europa, SĂŒd- und N-Amerika) zur gleichen Zeit die gleiche Gegend am Himmel beobachtet). Wer genaueres ĂŒber die Entstehung des ersten Bildes eines Schwarzen Loches erfahren möche, kann gerne in unsere Episode "CL 10 Das Schwarze Loch im Zentrum der Galaxis" reinhören.

Was Radioastronomie so toll macht, ist, dass sie es erlaubt, eine Vielzahl von astronomischen Objekten und PhĂ€nomenen zu studieren, die im optischen Spektrum nicht sichtbar sind, und so zu bedeutenden Entdeckungen wie der kosmischen Mikrowellenhintergrundstrahlung und Pulsaren gefĂŒhrt hat. Ein Vorteil gegenĂŒber optischer Astronomie ist, dass Beobachtungen unabhĂ€ngig von Tageszeit oder Wetterbedingungen möglich sind, da Radiowellen auch durch Wolken auf der Erde und Staubwolken im Weltraum dringen können.

Was ist das Wow-Signal?

Aber was ist nun das sogenannte "Wow-Signal"? Das starke Radiosignal, das das Radioteleskop 1977 plötzlich erfasste und durch eine ungewöhnliche Folge von Zahlen und Buchstaben (6EQUJ5) gekennzeichnet war, stellt die IntensitÀt des Signals im Vergleich zum Hintergrundrauschen dar.

Wenn kein Signal gemessen wurde, dann wurde gar kein Symbol aufgezeichnet, empfing es ein Signal, wurde es, je nach StĂ€rke mit den Ziffern von 1 bis 9 bezeichnet bzw. bei noch stĂ€rkeren Signalen mit den Buchstaben von A bis U, wobei “U” das Maximum darstellte und einem Signal entsprach, das 30-Mal stĂ€rker war als das Hintergrundrauschen.

Das Wow-Signal dauerte 72 Sekunden, stieg schnell an auf ein Maximum von U und fiel ebenso schnell ab, was darauf hindeutet, dass es von einem Punkt außerhalb unseres Sonnensystems stammte, da die Erddrehung die Beobachtungsdauer eines solchen Signals begrenzt. Die Frequenz des Signals, 1420 MHz, ist besonders interessant, da sie der natĂŒrlichen Radiostrahlung von neutralem Wasserstoff entspricht und von Astronomen zur Beobachtung des Universums genutzt wird.

Dies, sowie die Tatsache, dass das Signal nur einmal empfangen wurde und keine irdische oder natĂŒrliche Quelle eindeutig identifiziert werden konnte, wecken Spekulationen ĂŒber einen möglichen außerirdischen, kĂŒnstlichen Ursprung. Trotz intensiver Untersuchungen und Diskussionen bleibt die genaue Herkunft des Signals unklar. Erst 2022 wurden interessante Kandidaten fĂŒr dessen Quelle lokalisiert, unter ihnen ein sonnenĂ€hnlicher Stern im Sternbild SchĂŒtze.

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