Cosmic Latte   /     CL029 Frauen, die nach den Sternen greifen

Description

Die Episode ├╝ber Frauen, die die Ersten waren. Von Ruby Payne-Scott, der Wegbereiterin der Radioastronomie, ├╝ber Valentina Tereshkova, die erste Frau, die im Weltall, Sally Ride, die ihr viel zu sp├Ąt nachgefolgt ist, bis hin zu Mae Jemison, der ersten afroamerikanischen Astronautin im All. Diese Folge ist eine Hommage an jene, die Geschlechtergrenzen ├╝berwanden und mutig ihren Weg gingen. Ihr k├Ânnt uns gerne unterst├╝tzen und zwar bei [Steady](https://steadyhq.com/de/cosmiclatte/), [Patreon] (https://patreon.com/CosmiclattePodcast), [Paypal](https://paypal.me/cosmiclattepod)!

Subtitle
Die Episode ├╝ber Frauen, die die Ersten waren und neue Wege gegangen sind
Duration
3746
Publishing date
2024-03-21 06:00
Link
https://cosmiclatte.podigee.io/29-cl029-frauen-die-nach-den-sternen-greifen
Contributors
  Cosmic Latte
author  
Enclosures
https://audio.podigee-cdn.net/1404967-m-79b691e87d08803812846d8d438bd9c3.mp3?source=feed
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Shownotes

Die Episode ├╝ber Frauen, die die Ersten waren und neue Wege gegangen sind

CL029 - Frauen, die nach den Sternen greifen

Die Episode ├╝ber Frauen, die die Ersten waren und neue Wege gegangen sind

Einleitung

Dieses Mal ist Elka wieder dabei! Endlich zur├╝ck aus Argentinien berichtet sie von ihren Erlebnissen und auch, warum sie ab nun etwas weniger oft bei Cosmic Latte dabei sein wird. Elka besucht n├Ąmlich einen Masterlehrgang zu K├╝nstlicher Intelligenz.

Eva und Elka rufen den M├Ąrz zum Frauenmonat aus und nehmen dies als Anlass in dieser Folge ├╝ber Frauen zu sprechen, die die Ersten waren und mutig neue Wege gingen.

Die Entdeckung der Radioastronomie: Ruby Payne-Scott

Ruby Payne-Scott (1912-1981) war eine australische Pionierin in der Radioastronomie. Sie war eine der ersten Menschen, die Radiofrequenzinterferenzen von der Sonne entdeckten, und damit einen entscheidenden Schritt in der Entstehung der Radioastronomie machte. Ihre Arbeit trug wesentlich zum Verst├Ąndnis der Sonnenkorona und deren Auswirkungen auf die Erde bei. Dar├╝ber hinaus war Payne-Scott eine der ersten Wissenschaftlerinnen, die die Technik der interferometrischen Radiobeobachtungen einsetzte, eine Methode, die heute in der Astronomie weit verbreitet ist, um die Aufl├Âsung und Empfindlichkeit von Teleskopen zu verbessern.

Zu einer Zeit, als Frauen in den Wissenschaften stark unterrepr├Ąsentiert waren, war Ruby Payne-Scott ein Beispiel f├╝r herausragende wissenschaftliche Arbeit und Durchbr├╝che. Ihre Arbeit und ihr Leben in den 1940er Jahren in Australien zeigt zugleich auch, wie schwer es als Frau war eine wissenschaftliche Karriere zu verfolgen. So musste sie etwa ihre Heirat verheimlichen, um nicht gek├╝ndigt zu werden, denn bis 1966 verbat ein Gesetz verheirateten Frauen im ├Âffentlich Bereich berufst├Ątig zu sein.

Zum Weiterlesen:

NAA National Archives of Australia: The secret life of Miss Ruby Payne-Scott

Podcast: Scientific American - The Forgotten Star of Astronomy

Die erste Frau im All: Valentina Tereshkova

Valentina Tereshkova (*1937) flog als sowjetische Kosmonautin im Jahr 1963 mit der Wostok-6-Mission ins All.

Neben der Arbeit als Schneiderin und B├╝glerin in einer Textilfabrik bildete Tereshkova sich in einer Abendschule zur Technikerin weiter. Schon in ihren 20ern war sie begeisterte Fallschirmspringerin. Mehrmals bewarb sie sich f├╝r die Kosmonautenschule und durfte 1962 mit der Ausbildung zur Kosmonautin beginnen. 1963 startete sie zu einer Reise ins All und war somit die 1. Frau im Weltraum, und bis 1982 auch die einzige. 48-mal umrundete sie die Erde und landete nach 71 Stunden wieder sicher in Sibirien. Bis heute ist sie die einzige Frau, die auf einer Solomission war.

Zum Weiterlesen:

SWR: Valentina Tereschkowa wird 80

Podcast: BBC Space: The First Woman in Space

Die erste amerikanische Frau im Weltraum: Sally Ride

Sally Ride (1951-2012) war eine Astronautin und Physikerin, die an zwei Space-Shuttle-Missionen teilnahm.

Schon als Kind war sie von den Naturwissenschaften fasziniert, aber sie war auch eine leidenschaftliche Sportlerin und eine talentierte Tennisspielerin. Mit 26 Jahren, sie hatte einen Abschluss in Physik und Englisch von der Stanford University und einen Doktortitel in Astrophysik, sah sie eine Anzeige der NASA in der Studentenzeitung. Von 8000 Bewerber*innen schafften es 35 in die Ausbildung, davon waren nur 6 Frauen. Vier Jahre sp├Ąter, 1983, flog sie mit der Challenger vom Kennedy Space Center in den Weltraum. Sie war nicht nur die erste Frau, sondern mit 32 Jahren auch das j├╝ngste Mitglied einer Space Shuttle Crew. Sally Ride bekam vor dem Flug viele dumme Fragen von Journalisten gestellt: ob sie Kinder haben wolle, ob der Flug ihren Fortpflanzungsorganen nicht schaden w├╝rde, ob sie sich im All schminken w├╝rde oder ob sie weinen w├╝rde, wenn etwas schief ginge, ÔÇŽ Sp├Ąter gr├╝ndete sie die Firma Sally Ride Science, die Unterrichtsmaterialien erstellt, um Kinder f├╝r die Wissenschaft zu begeistern. Nach ihrem Tod hat ihre Schwester der ├ľffentlichkeit offenbar, dass Sally nicht nur die erste Amerikanerin im All war, sondern auch die erste LGBT-Person. Ihre Schwester hoffte, dass die Nachricht, dass eine amerikanische Heldin lesbisch war, es jungen Menschen leichter macht, mit ihrer Homosexualit├Ąt umzugehen.

Zum Weiterlesen:

Spiegel: Astronautin Sally Ride - Coming-out in der Todesanzeige

Welt der Frauen: Sally Ride: Die nach den Sternen griff

Bedtime Histories: History of Sally Ride for Kids

Tiktok von Christa Belle: Will that be enough?

Die erste afroamerikanische Frau im Weltraum: Mae Jemison

Mae Jemison (*1956) flog 1992 an Bord des Space Shuttles Endeavour.

Von klein auf hatte Mae viele Interessen: Arch├Ąologie, Astronomie, Medizin, Tanz,ÔÇŽ Schon mit 16 maturierte sie und begann ihr Studium in Chemical Engineering und Afro-American Studies. Sie schloss 1977 ein Medizinstudium ab und arbeitete unter anderem als ├ärztin in Kuba, Thailand, sowie in Sierra Leone und Liberia bei den Friedenstruppen. 1987 wurde sie, beim zweiten Antritt, als erste schwarze Frau in das Programm der NASA aufgenommen.September 1992 war sie Teil des Endeavour Space Shuttles und damit die erste schwarze Frau im All. Sie war 190 Stunden und 127 Erdumdrehungen lang im All. Dort f├╝hrte sie zahlreiche Experimente, zb mit Fr├Âschen und Hornissen. Ihr neuestes Projekt: Das 100 Year Starship, eine Initiative, die Menschen in 100 Jahren zu einem anderen Stern schicken will, bzw. vorbereitende Forschung daf├╝r machen will.

Zum Weiterlesen:

National Air and Space Museum: She Had a Dream: Mae C. Jemison, First African American Woman in Space

Bedtime History: The Mae Jemison Story for Kids & Families

Startalk: A Conversation with Dr. Mae Jemison (Re-release)

Die Erste Frau am Mond?

Mit der aktuellen Artemis Mission (2024- 2026) soll auch eine Frau auf dem Mond landen, n├Ąmlich die Astronautin Christina Hammock Koch - die Frau, mit den bisher l├Ąngsten Weltraumaufenthalten.

Argumente f├╝r mehr Frauen im Weltall liefert eine aktuelle Studie der ESA: Der weibliche Stoffwechsel arbeitet effizienter, weswegen ein weibliches Viererteam bei einer Langzeitmission von 1080 Tagen an Bord, knapp 1.700 Kilo weniger Nahrung ben├Âtigt als ein m├Ąnnliches. Das w├╝rde nicht nur viel Platz sondern auch 150 Millionen Dollar sparen.

Zum Weiterlesen: Wissenschaftsjahr 2023: Aufbruch zu den Sternen

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