Cosmic Latte   /     CL033 Das Echo des Urknalls

Description

**CL033 Das Echo des Urknalls** _Die Episode ├╝ber die kosmische Hintergrundstrahlung - was vom Urknall ├╝brig blieb_ Ihr k├Ânnt uns bei Paypal https://paypal.me/cosmiclattepod bei Steady https://steadyhq.com/de/cosmiclatte/about und Patreon https://patreon.com/CosmiclattePodcast gerne unterst├╝tzen!

Subtitle
Die Episode ├╝ber die kosmische Hintergrundstrahlung - was vom Urknall ├╝brig blieb
Duration
2276
Publishing date
2024-05-16 05:00
Link
https://cosmiclatte.podigee.io/33-cl033-das-echo-des-urknalls
Contributors
  Cosmic Latte
author  
Enclosures
https://audio.podigee-cdn.net/1459568-m-19999258a38a68bdaf48fa12f6c7ffdd.mp3?source=feed
audio/mpeg

Shownotes

Die Episode ├╝ber die kosmische Hintergrundstrahlung - was vom Urknall ├╝brig blieb

Fragen ├╝ber die Gammablitze und die Zerst├Ârung der Erde

Wir beginnen die Folge mit einem kurzen R├╝ckblick auf Folge 28, in der Jana von den Gammablitzen erz├Ąhlt hat. Einige von euch hatten da noch Fragen, zum Beispiel wie lange so ein Gammablitz dauert. Die Antwort: Kommt drauf an, ein paar Millisekunden bis ein paar Minuten.

Und wie nahe muss so eine Explosion stattfinden, damit sie uns gef├Ąhrlich wird? Wenn der Gammablitz weniger als 200 Lichtjahre weit weg ist, dann ist die Energie gro├č genug, um die Erde zu verdampfen. Ist er weiter weg (bis zu 6500 Lichtjahre) kann die Energie immer noch reichen, um die Ozonschicht zu zerst├Âren, so dass die Erde der UV-Strahlung der Sonne ungesch├╝tzt ausgesetzt ist, was f├╝r die Lebewesen unangenehme Folgen h├Ątte. Ein typischer Gammablitz w├╝rde global im Schnitt 38% der Ozonschicht zerst├Âren, lokal bis zu 74%; die signifikante Reduzierung (min. 10%) w├╝rde etwa 7 Jahre andauern.

Die Gammastrahlung kann auch zur Entstehung von Stickstoffdioxid f├╝hren, wodurch weniger Sonnenlicht die Erde erreicht, was zu einer globalen Abk├╝hlung f├╝hrt und saurem Regen.

Mehr dazu k├Ânnt ihr in dieser Arbeit lesen.

Tscherenkow-Strahlung

Hans hat uns von seinen Erfahrungen mit Tscherenkow-Strahlung in AKWs erz├Ąht, was zu einer Diskussion des seltsamen AKW Zwentendorf in ├ľsterreich gef├╝hrt hat. Das wurde komplett fertig gebaut, aber nie in Betrieb genommen. Aber immerhin kann man jetzt dort aus n├Ąchster N├Ąhe anschauen, wie so ein Ding aussieht.

Das Echo des Urknalls - die kosmische Hintergrundstrahlung

Die kosmische Hintergrundstrahlung (auch "cosmic microwave background - CMB) ist ein Relikt aus der Fr├╝hzeit des Universums und f├╝llt das ganze Universum. Sie dient als Beleg f├╝r die Urknalltheorie und ist nicht zu verwechseln mit der kosmischen Strahlung.

Etwa 380.000 Jahre nach dem Urknall k├╝hlte das Universum soweit ab, dass sich neutrale Atome bilden konnten. Vor dieser "Rekombination" war das Universum ein undurchsichtiges Plasma aus Atomkernen, Elektronen und Photonen. Nach dem sich die Elektronen dann aber an die Atomkerne gebunden hatten ("Rekombination") konnten sich die Photonen frei bewegen und in alle Richtungen ausbreiten. Das ist die kosmische Hintergrundstrahlung, die sich von allen Punkten des Universums in alle Richtungen ausbreitet. Diese urspr├╝ngliche hochenergetische Strahlung hat sich durch die Expansion des Universums mittlerweile "abgek├╝hlt" und ist heute langwellige Mikrowellenstrahlung mit einer Temperatur von circa 3 Kelvin.

1964 entdeckten Arno Penzias und Robert Wilson zuf├Ąllig dieses kosmische Rauschen mit einer Funkantenne. F├╝r ihre Entdeckung erhielten sie 1978 den Nobelpreis. Die Theorie dazu wurde aber bereits in den 1940er Jahren von Wissenschaftlern wie George Gamow und Ralph Alpher entwickelt.

Jeder Kubikzentimeter Weltraum enth├Ąlt durchschnittlich 400 Photonen der Hintergrundstrahlung und wo immer man sich auch befindet, kann man sie beobachten.

Mit Weltraumteleskopen konnten immer bessere Messungen angestellt werden:

  • COBE (1989): Erste detaillierte Untersuchung des CMB, entdeckte Temperaturschwankungen und best├Ątigte das Urknallmodell.
  • WMAP (2001-2010): Verbesserte die Pr├Ązision der CMB-Messungen, best├Ątigte die Zusammensetzung des Universums und die kosmologischen Parameter.
  • Planck (2009-2013): Lieferte die genauesten Messungen der CMB, best├Ątigte das Standardmodell der Kosmologie und enth├╝llte neue Details ├╝ber das fr├╝he Universum.

Boden- und ballongest├╝tzte Experimente wie BICEP2 und das South Pole Telescope untersuchen die CMB-Polarisation und suchen nach primordialen Gravitationswellen, um mehr ├╝ber die kosmische Inflation zu erfahren.

Der CMB ist wie ein "Babyfoto" des Universums. Er zeigt minimale Dichtefluktuationen, die zur Bildung von Sternen und Galaxien f├╝hrten. Diese winzigen Variationen sind der Ursprung aller gro├čen Strukturen, die wir heute sehen.

Die kosmische Hintergrundstrahlung ist ein faszinierendes Fenster in die fr├╝he Geschichte unseres Universums und best├Ątigt die Theorien zur Entstehung und Entwicklung des Kosmos.

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