Cosmic Latte   /     CL035 Venus, die böse Zwillingsschwester der Erde

Description

Die Episode ĂŒber Leben und Tod auf der Venus. Und zwar nicht das Leben oder den Tod von Menschen - so schnell werden wir auf unserem Nachbarplaneten nicht rumlaufen. Aber dort sind schon jede Menge Raumsonden gestorben, nicht ohne vorher spannende Daten zu liefern. Und es gab Hinweise, dass auf der Venus vielleicht Mikroorganismen leben - die aber leider nicht so deutlich waren, wie sie zuerst ausgesehen haben. Aber wer weiß, was wir dort in Zukunft noch entdecken. Ihr könnt uns gerne unterstĂŒtzen und zwar bei [Steady](https://steadyhq.com/de/cosmiclatte/), [Patreon] (https://patreon.com/CosmiclattePodcast), [Paypal](https://paypal.me/cosmiclattepod)!

Subtitle
Die Episode ĂŒber Leben und Tod auf der Venus
Duration
3995
Publishing date
2024-06-13 05:00
Link
https://cosmiclatte.podigee.io/35-cl035-venus-die-bose-zwillingsschwester-der-erde
Contributors
  Eva Pech, Jana Steuer
author  
Enclosures
https://audio.podigee-cdn.net/1497493-m-1384db86ea76e02fec4a012c066d60c7.mp3?source=feed
audio/mpeg

Shownotes

Die Episode ĂŒber Leben und Tod auf der Venus

Einleitung

In dieser Folge gibt es wieder Neues von der Sternwarte, denn Eva hat ihr Praktikum absolviert und eine Beobachtung am vlt gemacht. Mit dem vlt ist das Vienna Little Telescope gemeint, das 80cm Spiegelteleskop der UniversitĂ€t Wien. Was es alles zu tun gibt, bevor man mit der eigentlichen Beobachtung loslegt, erzĂ€hlt sie Jana, die sich an ihre BeobachtungsnĂ€chte zurĂŒckerinnert.

Venus - Schwesternplanet der Erde?

Gleich und doch verschieden. Die Venus, wird auch als „Schwesternplanet“ der Erde bezeichnet. In dieser Podcastfolge werfen Jana und Eva einen genauen Blick auf die Fakten und die Geschichten rund um den zweite Planeten in unserem Sonnensystem und stellen bald fest, dass Venus und Erde, von GrĂ¶ĂŸe und Masse abgesehen, einander nicht sehr Ă€hnlich sind.
Die Venus wurde nach der Liebesgöttin Venus (Aphrodite bei den Griechen) benannt und war schon immer von mythologischer Bedeutung. Verschiedene Kulturen verehrten sie als Göttin der Liebe und des Krieges. Sie ist der zweite Planet von der Sonne und etwa 108 Millionen Kilometer von ihr entfernt. Mit einem Durchmesser von 12.100 km Ă€hnelt die Venus der Erde in GrĂ¶ĂŸe, Masse und Gravitation. Der minimale Abstand zur Erde betrĂ€gt 38 Millionen Kilometer, und nach Sonne und Mond ist sie das hellste Objekt am Himmel, bekannt als Abend- und Morgenstern.

Die Venus ist stĂ€ndig von einer dichten Wolkenschicht umhĂŒllt, die ihre OberflĂ€che nur mit Radar sichtbar macht. Mit durchschnittlichen Temperaturen von 464°C ist sie der heißeste Planet in unserem Sonnensystem, und der OberflĂ€chendruck ist 90-mal höher als auf der Erde. Ihre AtmosphĂ€re besteht zu 96% aus Kohlendioxid und enthĂ€lt dichte SchwefelsĂ€urewolken. FrĂŒher herrschte die Meinung, unterhalb der Wolken wĂŒrde sich eine Art Dschungel-Paradies befinden. Die Venus war daher immer wieder Inspriration fĂŒr Science-Fiction Autoren wie Jules Verne, Edgar Rice Burroughs und Isaac Asimov. Sie haben in ihren Werken bewohnte Welten und WolkenstĂ€dte auf der Venus beschrieben.

Die Venus hat keinen Mond. Zudem weist sie einige Besonderheiten auf: Mit einer Achsenneigung von 177,36° steht sie sozusagen auf dem Kopf und rotiert retrograd, also mit dem Uhrzeigersinn (von “oben” betrachtet). Auf der Venus geht also die Sonne im Westen auf und im Osten unter. Zudem gibt es keine Jahreszeiten aufgrund der geringen Neigung des Äquators gegen die Bahnebene. Am erstaunlichsten ist aber wahrscheinlich die Tatsache, dass ein Venusjahr kĂŒrzer ist als ein Venustag! Die Venus benötigt nur 225 Tage fĂŒr eine Umrundung um die Sonne, aber 243 Tage fĂŒr eine Drehung um ihre eigene Achse.

Leben auf der Venus?

Die Diskussion ĂŒber die Möglichkeit von Mikroorganismen in den Venuswolken wurde immer wieder neu angefacht. TatsĂ€chlich herrschen in 48 bis 80 km Höhe milde Temperaturen und gemĂ€ĂŸigter Druck. Könnte es Mikroorganismen in den Wolken geben? Die Entdeckung des Biomarkers Phosphin durch das ALMA Radioteleskop im Jahr 2020 entpuppte sich leider als falsche Kalibrierung des Teleskops.

Missionen zur Venus

Pioniermissionen wie Mariner 2 im Jahr 1962 und die sowjetischen Venera-Lander lieferten erste Daten und Bilder von der VenusoberflĂ€che. Moderne Erforschung erfolgte durch die ESA-Mission Venus Express von 2005 bis 2014 und den japanischen Orbiter Akatsuki, der seit 2010 im Einsatz ist. ZukĂŒnftige Missionen wie EnVision von der ESA, Venera-D von Russland sowie DAVINCI und VERITAS von der NASA werden die Venus weiter erforschen.

Hier gibt es eine Übersicht ĂŒber alle Bilder, die wir von der VenusoberflĂ€che haben.

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